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7 Dinge, die man im Gaffel am Dom entdecken kann

Wer ins Gaffel am Dom kommt, erlebt nicht nur kölsche Gastfreundschaft, sondern kann auch so einiges entdecken. Im gesamten Brauhaus finden sich zahlreiche Details, die Geschichten erzählen, nicht nur über Kölschkultur, sondern auch zur internationalen Biergeschichte. Manche entdeckt man sofort, andere erst beim zweiten Blick. Wir haben einmal sieben Besonderheiten für euch zusammengetragen.

Die Glocke

Am 1. April 2022 ereignete sich eine besondere Geschichte im Gaffel am Dom. Björn Heuser spielte sein Freitagskonzert und es war der erste Freitag nach dem Ende der pandemiebedingten Einschränkungen. Die Freude darüber, endlich wieder gemeinsam feiern, singen und schunkeln zu können, war riesig. Mitten in dieser Stimmung bestellte ein Gast etwas, das es bis dahin noch nie gegeben hatte: eine Lokalrunde für das gesamte Brauhaus. Mehr als 500 Kölsch gingen an diesem Abend über die Theke. Als Erinnerung an diesen besonderen Moment wurde dem Spender Kai, die Lokalrunden-Glocke gewidmet.

Heute gilt: Wer die Glocke läutet, bestellt eine Lokalrunde (500 Kölsch) für das ganze Haus. Alle, die sich dafür entscheiden, werden mit einem Namensschild im Brauhaus verewigt.

7 Dinge, die man im Gaffel am Dom entdecken kann

Das Kontörchen

Direkt vor dem Eingang zur Küche befindet sich ein Stück echter Brauhausgeschichte: das Kontörchen. Früher war diese kleine Kabine die Kommandozentrale des Brauhauses. Von hier aus koordinierte der Wirt den Betrieb, Köbesse meldeten ihre Tische, Abrechnungen wurden gemacht und der Wirt behielt das Geschehen im Gastraum im Blick. Der Name leitet sich vom Begriff „Kontor“ ab und bezeichnete gewissermaßen das Büro des Brauhauses.
Während viele Kontörchen im Laufe der Zeit verschwunden sind, gehört es im Gaffel am Dom bis heute zum Bild des Hauses und erinnert an die traditionellen Abläufe der Kölner Brauhauskultur.

Historische Bierflaschen

Über der hinteren Theke befindet sich eine außergewöhnliche Sammlung historischer Bierflaschen. Die Exponate stammen aus der Sammlung von Heinrich Becker, dem verstorbenen Seniorchef der Privatbrauerei Gaffel. Besonders ins Auge fallen die zahlreichen Bügelflaschen in unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben. Viele stammen aus der Zeit zwischen dem späten 19. Jahrhundert und der Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie zeigen, wie vielfältig Bierflaschen früher gestaltet waren, lange bevor sich moderne Standards durchsetzten. Jede einzelne Flasche erzählt dabei ein kleines Stück Brau- und Biergeschichte.

Historische Emaille-Schilder und Bierplakate

Wer aufmerksam durch das Brauhaus geht, entdeckt eine weitere außergewöhnliche Sammlung. Mit ausgewählten Exponaten aus der Sammlung Heinrich Becker zeigt das Gaffel am Dom historische Bierplakate und Emaille-Schilder aus Deutschland, Österreich und vielen weiteren europäischen Ländern. Die Sammlung gilt als international renommiert und war unter dem Titel „Lust auf Bier“ bereits in Städten wie Tokio, St. Louis und Salzburg zu sehen. Im Brauhaus selbst sind rund 60 historische Bierplakate und etwa 50 Emaille-Schilder ausgestellt. Das älteste Plakat stammt aus dem Jahr 1890, das älteste Schild aus dem Jahr 1895. Die Motive geben spannende Einblicke in die Entwicklung von Braukultur, Werbung und Design über mehrere Generationen hinweg.

Die Karnevalsorden-Sammlung

In der Domstube wartet ein weiteres Stück kölscher Tradition. Zahlreiche Karnevalsorden erinnern an Besuche von Karnevalsgesellschaften, Dreigestirnen und Tollitäten, die im Laufe der Jahre im Gaffel am Dom zu Gast waren. Jeder Orden steht für eine Session, einen besonderen Besuch oder einen gemeinsamen karnevalistischen Moment. So ist über die Jahre eine Sammlung entstanden, die die enge Verbindung zwischen dem Brauhaus und dem Kölner Karneval sichtbar macht.

Die Bronze-Kölschstange

Auf der Theke am Eingang Trankgasse steht eine Kölschstange, die niemals leer wird. Die Skulptur aus massiver Bronze wurde vom Kölner Bildhauer Cornel Wachter geschaffen. Als großer Freund der kölschen Brauhauskultur setzte er dem Kölsch damit ein ganz besonderes Denkmal. Während echte Kölschstangen ständig geleert und wieder aufgefüllt werden, bleibt diese für immer voll. Sie steht symbolisch für kölsche Lebensfreude und die besondere Bedeutung des Kölsch für die Stadt. Und wie es sich für Köln gehört, gibt es auch ein kleines Ritual: Wer die Bronze-Kölschstange berührt, soll das kölsche Glück auf seiner Seite haben.

Die Wall of Bützje

Auf dem Weg ins Untergeschoss befindet sich eine der wohl liebevollsten Ecken im ganzen Brauhaus: die Wall of Bützje. Die Wand im Treppenabgang ist übersät mit Hunderten Bützje. Was heute wie eine kleine Kunstinstallation wirkt, begann ganz spontan. Mit einigen wenigen Bützje wurde der Anfang gemacht, doch schon nach kurzer Zeit beteiligten sich immer mehr Besucherinnen. Nach und nach füllte sich die gesamte Wand mit Lippenstiftabdrücken.
Jeder Kussabdruck erzählt dabei seine eigene Geschichte und macht die Wall of Bützje zu einem Gemeinschaftswerk der Gäste. 

Ob Lokalrunden-Glocke, Wall of Bützje, Kontörchen oder Bronze-Kölschstange: bei uns im Gaffel am Dom gibt es weit mehr zu entdecken als gutes Essen und frisches Kölsch. Viele der Geschichten sind über Jahre gewachsen, andere entstanden ganz spontan durch die Gäste selbst. Und genau das macht doch ein echtes Brauhaus aus. Es lebt von seinen Menschen, seinen Traditionen und den Geschichten, die jeden Tag ein kleines Stück weitergeschrieben werden. Vielleicht wartet die nächste ja schon bei eurem nächsten Besuch.

Autor
Privatbrauerei Gaffel

Wir, die Privatbrauerei Gaffel, sind ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen in vierter Generation. Als Produzent der Traditionsmarke Gaffel Kölsch und weiterer rheinischer Spezialitäten sind wir eng mit der Geschichte Kölns verbunden. Wir fühlen uns den sozialen und kulturellen Bereichen der Stadt verpflichtet und berichten hier in regelmäßigen Abständen über Themen, die uns beschäftigen. Prost zesamme.