Gaffel » Neuigkeiten » Stimmen für Köln » 11 Fragen an Richi und Pa…

11 Fragen an Richi und Patrick von padelBOX

Vom Trendsport zur Erfolgsgeschichte: Als Padel in Deutschland noch kaum jemand kannte, hatten Richard „Richi“ Ströhl und Patrick Pihan bereits eine klare Vision. Die beiden Jugendfreunde eröffneten 2016 mit der padelBOX in Köln-Weiden die erste rein kommerzielle Padel-Anlage der Stadt und legten damit den Grundstein für einen echten Boom. Von Anfang an mit dabei: Gaffel als Partner. Im Gespräch erzählen Richi und Patrick, wie alles begann, warum Padel so viele Menschen begeistert und welche Pläne sie für die Zukunft haben.

Patrick, Richi – 2016 wusste in Köln kaum jemand, was Padel ist. Was hat euch damals geritten, die erste padelBOX zu bauen?

Patrick: Wahrscheinlich eine ziemlich gute Mischung aus Überzeugung und Größenwahn. Wir hatten Padel gesehen und wussten sofort: Das funktioniert. Blöd war nur, dass hier kaum jemand wusste, was das überhaupt ist.
Richi: Also gab es zwei Möglichkeiten: jahrelang darüber quatschen oder einfach eine padelBOX hinstellen und zeigen, wie geil das Spiel ist.
Patrick: Wir waren noch nie besonders gut im Warten.

Ihr habt padelBOX als zwei Freunde gegründet. Freundschaft und Business – wie gut funktioniert diese Kombination bei euch?

Richi: Offensichtlich ganz okay – wir reden ja noch miteinander.
Patrick: Meistens sogar freiwillig.
Richi: Wir kennen uns lange genug, um zu wissen, wann man diskutieren muss und wann man den andere einfach gehen lässt. Natürlich kracht es auch mal. Aber nie persönlich. Am Ende geht es immer um die Sache.
Patrick: Und spätestens beim Kölsch ist sowieso wieder Frieden.

"2016 kannte keiner Padel. Kölsch zum Glück jeder." Patrick Pihan & Richard Ströhl, Padel-Pioniere und Gründer der padelBOX
"2016 kannte keiner Padel. Kölsch zum Glück jeder." Patrick Pihan & Richard Ströhl, Padel-Pioniere und Gründer der padelBOX

Wann kam der Moment, an dem ihr dachtet: „Okay, das hier ist keine reine Idee mehr – das funktioniert wirklich“?

Patrick: Den einen Hollywood-Moment gab es eigentlich nicht.
Richi: Am Anfang haben wir jedem einzeln erklärt, was Padel ist, wie man es ausspricht und warum da Scheiben stehen.
Patrick: Irgendwann kam dann der Moment bei dem dann andere Leute in der Halle standen und haben genau das ihren Freunden erklärt. Da war klar: Okay, das Ding läuft langsam ohne Stützräder.

Aus der ersten padelBOX ist eines der führenden Padelunternehmen Deutschlands geworden. Wer waren die Menschen, die euch auf diesem Weg besonders geprägt oder unterstützt haben?

Richi: Das waren sehr viele. Allen voran unsere Familien, die gerade am Anfang einiges mitgetragen haben.
Patrick: Mitarbeiter, die aus einer ziemlich wilden Idee mit uns etwas Echtes gemacht haben.
Richi: Partner, die an Padel geglaubt haben, als man damit noch niemanden auf LinkedIn beeindrucken konnte.
Patrick: Und natürlich unsere Community. Ohne die wären wir heute einfach zwei Typen mit erstaunlich vielen Glaswänden.

Bei euch heißt es nicht einfach Court, sondern padelBOX. Warum ist euch dieser Begriff so wichtig?

Patrick: Das kam gar nicht von uns. Die Spieler und Menschen haben den Begriff geprägt und sprechen von padelBOXen anstatt von Courts-
Richi: Da wäre es schon etwas absurd, wenn wir das Ding als padelBOX plötzlich „Court“ oder „Platz“ nennen.
Patrick: Einen Platz bucht man im Flieger. Im Padel bucht man eine padelBOX.

Heute gibt es Padel an immer mehr Orten. Was ist bei padelBOX noch genauso wie am ersten Tag?

Richi: Dass wir Padel nicht unnötig kompliziert machen.
Patrick: Natürlich wollen wir gute Anlagen, guten Sport und Qualität.
Richi: Aber vor allem wollen wir, dass Leute bei uns eine gute Zeit haben.
Patrick: Dieses Unkomplizierte, leicht Ungerade und Nicht-so-bierernste war am ersten Tag da.
Richi: Und ist es heute noch. Zum Glück.

Ihr nennt euch gerne das „Original“. Was macht das Original für euch aus – außer dem Vorsprung von ein paar Jahren?

Patrick: Ein Original wird man nicht dadurch, dass man „Original“ auf ein Plakat schreibt. Für uns heißt es: Wir waren da, als es noch keine Blaupause gab. Wir mussten ausprobieren, Fehler machen und Lösungen finden.

Richi: Vieles, was heute selbstverständlich ist, mussten wir damals erstmal selbst rausfinden. Wir mussten es erstmal zum Funktionieren bringen. Das ist schon ein Unterschied.

Was braucht es für euch für einen richtig guten Abend in der padelBOX?

Richi: Vier Leute mit Bock und ein enges Match.
Patrick: Mindestens eine völlig unnötige Diskussion darüber, ob der Ball an der Scheibe noch gut war.
Richi: Danach niemanden, der sofort sagt: „Ich muss morgen früh raus.“, vor allem wenn dann noch ein Kölsch auf dem Tisch steht.

Was hört man bei euch häufiger: „Nur noch ein Match“ oder „Nur noch ein Kölsch“?

Patrick: Langsam kommen wir in ein Alter, wo es eher heißt „Nur noch ein Kölsch“
Richi: Und das ist meistens gelogen. Funktioniert bei uns aber ziemlich zuverlässig.

padelBOX ist in Köln entstanden und bis heute eng mit der Stadt verbunden. Was ist an padelBOX ganz typisch Köln?

Richi: Dass nicht alles perfekt sein muss, um richtig gut zu sein.
Patrick: Köln lebt von Menschen, Offenheit und davon, dass man ziemlich schnell dazugehört.
Richi: Genau das repräsentiert padelBOX.

Ihr sitzt nach dem Match mit einem kühlen Gaffel zusammen. Worüber wird bei euch garantiert gesprochen?

Patrick: Erst darüber, warum der eine Ball natürlich drin war.
Richi: War er nicht.
Patrick: Und irgendwann fällt garantiert wieder der Satz: „Eigentlich müssten wir mal…“
Richi: Das ist dann meistens der Moment, in dem ich weiß, dass wir wieder ein neues Projekt haben.

Autor
Privatbrauerei Gaffel

Wir, die Privatbrauerei Gaffel, sind ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen in vierter Generation. Als Produzent der Traditionsmarke Gaffel Kölsch und weiterer rheinischer Spezialitäten sind wir eng mit der Geschichte Kölns verbunden. Wir fühlen uns den sozialen und kulturellen Bereichen der Stadt verpflichtet und berichten hier in regelmäßigen Abständen über Themen, die uns beschäftigen. Prost zesamme.