Fortuna Köln

Fortuna Köln wurde am 21. Februar 1948 durch Fusion der Vereine Bayenthaler SV, Sparkassen-Verein 1927 Köln und SV Victoria Köln gegründet. Damit ist der Verein nur ganze acht Tage älter als der 1. FC Köln, der ebenfalls durch Fusion entstand. 1973 gelang der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Am Ende der Saison 1973/74 war man jedoch wieder abgestiegen, und zwar in die neu gegründete 2. Bundesliga. 

DAT BES DU, BEN ICH, SIN MIR!

Fortuna Köln

26 Jahre 2. Bundesliga 

26 Jahre spielte die Fortuna in der zweithöchsten Fußball-Liga. 1986 hätte der Verein beinahe den erneuten Sprung in die 1. Bundesliga geschafft. In der Relegation setzte sich jedoch Borussia Dortmund erst im dritten Entscheidungsspiel mit 8:0 durch, zuvor gab es ein 2:0 in Köln und ein 1:3 in Dortmund. 

Echt. Fortuna Köln aus der Südstadt

Fortuna Köln im DFB-Pokalfinale

Der SC Fortuna wurde als sympathischer Südstadtverein in Deutschland populär – mit seinen wenigen, aber treuen Zuschauern. Das große Lokalderby fand 1983 statt, als man in Müngersdorf gegen den 1. FC Köln spielte. Trotz einer spielerisch und kämpferisch bessere Leistung verlor die Südstadt-Elf gegen die höher platzierten Geißböcke mit 0:1. 

Die Ära Jean Löring

Der legendäre Präsident Jean Löring (1966-2001) konnte die Fortuna lange Zeit im Profifußball halten. Er spielt selbst vor Einführung der Bundesliga in der Oberliga für Preußen Dellbrück, SC Viktoria 04 Köln und Alemannia Aachen. Als Unternehmer hatte er unter anderem Erfolg im Elektro- und Rohrleitungsbau. Sein ganzes Vermögen steckte er in den Verein. 2001 musste er private Insolvenz anmelden. Jean Löring starb 2005. Ohne ihn ging es mit dem Verein nicht nur sportlich bergab. Es ging runter bis in die Oberliga. Die Fortuna musste sogar 2005 den Spielbetrieb einstellen. Erst eine große Spendenaktion und ein Benefiz-Spiel gegen den 1. FC Köln sorgte dafür, dass der Verein mit seiner Jugendabteilung, eine der größten in Deutschland, weiterbestand.

Fortuna Köln – Echte Sportfreunde von Gaffel

Wendepunkt unter Klaus Ulonska

Der Wendepunkt kam mit einem neuen Vorsitzenden. Am 16. Oktober 2006 wählte die Mitgliederversammlung Klaus Ulonska, der es durch sein unermüdliches Engagement schaffte, dass sich der Verein sportlich und finanziell erholte. In dieser Zeit stieg auch Gaffel als Partner bei der Fortuna ein. Im Alter von nur 72 Jahren starb der ehemalige Leistungssportler 2015 an den Folgen eines Herzinfarkts. Ihm zu Ehren wurde am Südstadion eine Straße in Klaus-Ulonska-Weg benannt.

Einstieg von deinfussballclub.de

2008 wurde die 1. Mannschaft in das Projekt deinfussballclub.de ausgegliedert. Unter der Schirmherrschaft von Filmregisseur Sönke Wortmann sollten 30.000 Mitglieder akquiriert werden. Die Idee war, den Spielbetrieb zu demokratisieren und den Clubmitglieder ein Mitspracherecht bei vielen vereinsinternen Entscheidungen einzuräumen. Bis zu 10.000 Mitglieder hatte deinfussballclub.de. Das Projekt wurde aber 2012 eingestellt, da die Ziele nicht zu realisieren waren.

Erster Aufstieg seit 35 Jahren 

Der erste Aufstieg seit 35 Jahren erfolgte in der Saison 2008/09. Dier Mannschaft spielte in der neu gegründeten fünftklassigen NRW-Liga. Zwei Jahre später stieg Fortuna Köln in die Regionalliga auf und spielte wieder professionell. 

Matthias Scherz kommt

In der der Saison 2012/13 konnte der ehemalige FC-Spieler Matthias Scherz verpflichtet werden. 2014 wurde Fortuna Köln Meister der Regionalliga West und setzte sich in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga gegen die zweite Mannschaft von Bayern München durch. 

Fortuna Köln in der 3. Liga

Ab der Saison 2014/15 spielte Fortuna Köln wieder im Profibereich. 2017 verließ Cheftrainer Uwe Koschinat nach sieben Jahren den Verein und wechselte zum SV Sandhausen. Unter ihn schafft die Fortuna den Einzug in die dritthöchste deutsche Liga. In der Saison 2019/20 stieg die Mannschaft in die Regionalliga ab, der sie immer noch angehört. 

Fotos © Fabian Stürtz